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Internationale Fraendag

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Weltfrauentag 2014: Überarbeitet und unterbezahlt? Frauen verdienen mehr!

Die Zeit drängt zu Verbesserungen in der Arbeitswelt

Erfahrungen von Frauen in der Arbeitswelt zeigen Handlungsbedarf auf!

Zur Kundgebung anläßlich des 8. März 2014 waren gut 250 Menschen dem Aufruf der Aktionsplattform JIF2014 gefolgt und zogen in einem lautstarken „Frauenmarsch“ durch die Innenstadt.

In der Rue de la Reine präsentierten die 19 Organisationen ihre Forderungen. Fünf Erfahrungsberichte von Frauen, die stellvertretend für viele stehen, machten eindrucksvoll klar, dass Handlungsbedarf besteht, um die konkreten, vielfältigen Probleme und Benachteiligungen von Frauen in der Arbeitswelt anzugehen. Deshalb fordert die JIF2014 u.a.:

– die Bekämpfung von Vorurteilen und Stereotypen;

–  verbesserte Vereinbarungsmaßnahmen von Beruf und Familie;

– die gerechte Teilung der unbezahlten Arbeit in Haushalt und Familie zwischen beiden Geschlechtern;

– eine personenbezogene Besteuerung, eine personenbezogene Renten- und Sozialversicherung;

– die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen für Mütter.

 Die JIF2014 zeigte sich solidarisch mit den vielen Frauen, die im Reinigungssektor tätig sind und zur Zeit für verbesserte Arbeitsbedingungen und Karrieren streiten müssen.

Auf dem Informationsstand auf dem Wochenmarkt war anschließend Gelegenheit, gemeinsam anzustoßen und den Frauentag zu feiern.

Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, wird die JIF2014 demnächst bei den verantwortlichen MinisterInnen vorsprechen.

Erfahrungen – konkret, alltäglich und von vielen Frauen geteilt:

Josiane, 65 Joer, Hausfra

„Mäi Mann huet gemengt, ech bräicht net schaffen ze goen, ech soll mech ëm d’Kanner këmmeren. Elo sinn ech gescheet, an der Pensioun a kréien den RMG well meng Rent esou kleng ass!“

Tatiana, 36 anos, portuguesa, 2 filhos

„Tenho um emprego na restauração e trabalho 12 a 14 horas por dia, mas o meu patrão só me paga 8 horas. No natal trabalhei de manhã à noite. Na minha ficha de salário o meu patrão marcou um dia de folga.“

Milly, am 6. Mount

„Mäi Patron huet um Ziedel fir den Aarbechtsdokter net ugekräizt dass ech misst vill stoen, Laaschten hiewen an eng psychesch belaaschtend Aarbecht hätt. Elo muss ech leie wéinst dem Risiko vun enger Fréigebuert.“

Hanna, 32, Informatikerin, Grenzgängerin

Nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes bei einer Bank will Hanna sich selbständig machen. Als sie plötzlich schwanger wird, sieht sie ihr Projekt in Gefahr und weiß nicht, wie sie beide Rollen miteinander vereinbaren kann.

Wilma, 53 Jahre, Familienfrau

Wilma will  Verantwortung für ein selbständiges Leben durch Arbeit übernehmen. Als Nur-Hausfrau sieht sie sich mit Vorurteilen konfrontiert: gering qualifiziert, zu alt, Zweifel an ihrer Mobilität und Flexibilität …

Deshalb: Frauen verdienen mehr!

Finden Sie alle Forderungen der Aktionsplattform in ihrem Positionspapier:

Position-JIF2014

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