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Internationale Fraendag

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Henriette Clement-Bessling (1891-1958)

Die Gründerin des „Foyer de la Femme“

Henriette Bessling wird 1891 in Rodingen geboren. Gemeinsam mit ihrem Mann Hubert Clement, der 1927 Direktor der gewerkschaftseigenen Zeitung Escher Tageblatt wird,1 findet sie den Weg in die Arbeiterbewegung. Im Jahre 1927 gründet Henriette Clement-Bessling in Esch/Alzette die erste Ortsgruppe des „Foyer de la Femme“. Im Laufe der Jahre werden in den wichtigsten Ortschaften des Landes Sektionen gegründet und ausgebaut.2 Ziel des „Foyer de la Femme“ ist es, den Frauen Ratschläge zu geben, wie sie trotz geringer Einkünfte ihren Haushalt am besten durchbringen.3 Freizeitaktivitäten und Wohlfahrtsarbeit, zum Beispiel durch das Kinderferienwerk des Vereins, spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Denn die Auswirkungen der Wirtschaftskrise bekommen vor allem die Arbeiterfamilien zu spüren.

Neben Beiträgen zu Haushalts- und Erziehungsfragen vermitteln unzählige politische Leitartikel in den jeweiligen Frauenbeilagen des “Escher Tageblatt” den Leserinnen weltanschauliche Überlegungen. Eine wichtige Mobilisierungsrolle spielt der seit 1929 vom „Foyer de la Femme“ organisierte Frauentag, bei dem alljährlich internationale Referentinnen auftreten.4

Nachdem der Zweite Weltkrieg das vorläufige Ende aller freien Organisationsarbeit in Luxemburg bedeutet, nimmt der „Foyer de la Femme“ seine Aktivitäten nach 1945 unter der Leitung von Henriette Clement-Bessling wieder auf.


1Foyer de la Femme. 70e anniversaire: 1930-2000, Esch-sur-Alzette 2000, S. 24.

2 Lily Krier-Becker, 40 Joer Foyer de la Femme, Esch-sur-Alzette 1968, sans pages.

3Centre d’information et de documentation des femmes – Thers Bodé (Hrsg.), 274 Adressen für Frauen. Luxemburg und angrenzende Region, Luxemburg 1996, S. 53.

4Foyer de la Femme. 70e anniversaire: 1930-2000, Esch-sur-Alzette 2000, S. 23.

 

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